Wasserhausanschlüsse: Umsatzsteuerliche Behandlung

Nach den Entscheidungen des EuGH (Urteil vom 04.03.2008, Az: Rs C-442/05) und des BFH (Urteil vom 8.10.2008, Az: V R 61/03) stellte sich die Frage, wie das Legen von Wasserhausanschlüssen umsatzsteuerrechtlich zu behandeln sei. Am 07.04.2009 hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) nach Erörterung mit den obersten Finanzbehörden der Länder Vorgaben zur Anwendung der o.g. Urteile durch die Finanzverwaltung gemacht. Auch nach Ansicht des BMF fällt das Legen eines Hausanschlusses durch ein Wasserversor-gungsunternehmen gegen ein gesondert berechnetes Entgelt unter den Begriff „Lieferung von Wasser“ im Sinne von § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG in Verbindung mit Nr. 34 der Anlage 2 zum UStG. Somit unterliegt es als eigenständige Leistung dem ermäßigten Umsatzsteuersatz. Dies gilt unabhängig davon, ob die Anschlussleitung an den späteren Wasserbezieher oder einen Dritten erbracht wird.