Sturz aus dem Rollstuhl

Das Landgericht Leipzig hat mit Urteil vom 29.12.2011 entschieden, dass der Heimträger für die Verletzungen einer schwerstpflegebedürftigen Heimbewohnerin haftet, die diese bei einem Sturz aus einem Rollstuhl erleidet. Die Heimbewohnerin war aufgrund einer hochgradigen Spastik weder in der Lage, sich selbst in den Rollstuhl zu setzen, noch diesen zu bedienen. Obwohl das Pflegeheim beim Rollstuhltransfer einen Beckengurt für erforderlich hielt, wurde dieser Gurt nicht angebracht. Der Rollstuhl stoppte aus unbekannten Gründen, wodurch die Heimbewohnerin nach vorn aus dem Rollstuhl fiel und auf ihr Gesicht stürzte. Sie zog sich dabei eine Kieferfraktur zu. Die Entscheidung des Landgerichts Leipzig ist noch nicht rechtskräftig.